DVD-/BD-Reviews




Yesterday Once More



 

Titel

Yesterday Once More

 

Originaltitel

同窓会

 

Label

OVA Films

 

Releasedatum

April 2008

 

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Covertext
Nach vielen Jahren, in denen sie sich nicht mehr gesehen haben, treffen sich die ehemaligen Mitglieder des Tennisclubs der Sakura Junior High School wieder. Bei einigen erwachen durch diese Begegnung die alten Gefühle erneut und jeder ist gespannt zu erfahren, was mittlerweile aus den anderen geworden ist. Im Zuge dessen versucht Tatsuya auch herauszufinden, welches Mädchen früher heimlich für ihn geschwärmt und ihm damals Blumen und einen Liebesbrief in sein Fach gelegt hat. Während er jedoch versucht dieses Geheimnis zu lüften, bricht er unzählige neue Herzen...

Synchro
Zwar handelt es sich bei Yesterday Once More um einen Anime mit wenigen erotischen Szenen, doch war dies für die Japaner kein Grund unpassende Sprecher zu wählen. Diese überzeugen wie erwartet stimmlich ohne größere Probleme. Die schauspielerische Leistung ist ebenfalls auf einem hohen Niveau, doch in den "heißen" Szenen klingt die Darstellung der Charaktere viel zu künstlich.
Laut den Aussagen von OVA Films lag die Serie lange Zeit fertig im Archiv, doch wurde eine Veröffentlichung immer hinausgezögert. Nach wenigen Minuten der deutschen Synchronfassung kann man ahnen wie lange die Serie wirklich fertig war, denn diese stammt noch aus den Zeiten von Aaron Film. Wer erwartet eine halbwegs anständige Synchronisation zu hören, wird enttäuscht sein das die Besetzung der Charaktere nicht unpassender hätte ausfallen können. Doch ist dies nicht der einzige Kritikpunkt, denn die schauspielerische Leistung ist ebenfalls auf einem eher mittelmäßigen Niveau. Oft klingen die Charaktere viel zu übertrieben und unglaubwürdig in den entscheidenden Szenen. In den genretypischen Sexszenen geben sich die Sprecher und Sprecherinnen zwar Mühe, doch man merkt, dass jegliche Lust nur gespielt ist. Entsprechend kann man bei Yesterday Once More nur die japanische Synchronisation empfehlen.

Punkte: 4/5 - japanische Synchro
Punkte: 0,99/5 - deutsche Synchro

Opening/Ending
Die vierteilige OVA besitzt kein richtiges Opening, doch das gesungene Ending Futari wurde untertitelt.

Untertitel
Yesterday Once More ist keine Ausnahme bei OVA Films, denn die vierteilige OVA hat, wie man es von dem Label gewohnt ist, gelbe Untertitel mit einer schwarzen Outline. Dank der Erfahrung des Labels ist nicht nur das Timing perfekt, sondern auch die Bereiche Rechtschreibung und Grammatik überzeugen durch ihre tadellose Bearbeitung. Leider verzichtete man wie so oft auf die Suffixe in den Untertiteln, doch werden diese erstaunlicherweise nur selten in der japanischen Synchronfassung verwendet. Wer bereits andere Titel aus dem Programm von OVA Films besitzt, wird nicht überrascht sein, das Hardsubs zur Übersetzung der Episodentitel oder wichtigen Schildern etc. verwendet wurden.

Punkte: 4/5

Bild
Trotz des Alters von Yesterday Once More kann die Bildqualität überzeugen. Zwar sind durchgehend ein leichtes Bildrauschen und hin und wieder leichte Bildverunreinigungen zu erkennen, doch halten sich diese in Grenzen. Die Bildschärfe ist ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau, wenn es auch etwas an Perfektion mangelt. Überraschenderweise überzeugen die kräftigen, intensiven Farben am meisten, da sie ihr Potential nicht nur einmal entfalten können. Kompressionsartefakte sind zu keiner Zeit zu erkennen.

Punkte: 3,5/5

Ton
Da Yesterday Once More bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, verwundert es nicht, dass der japanische Ton nur in Dolby Digital 2.0 verfügbar ist. Etwas anders sieht es bei der deutschen Synchronfassung aus, welche in Dolby Digital 5.1 produziert wurde. Obwohl die deutsche Tonspur einen technischen Vorteil hat, ist die Wahl eher zweitrangig, denn Yesterday Once More bietet keinerlei Action, die die Möglichkeiten der 5.1-Abmischung ausnutzen könnte. Somit ist es einem selber überlassen, für welchen Ton man sich entscheidet, denn beide sind klar und frei von jeglichen Tonfehlern.

Punkte: 3/5

Extras
Leider sind auf der DVD keine Extras enthalten.

Punkte: 0/5

Menüs
OVA Films lässt einen nicht lange warten und so kann die komplette Einleitung der DVD auf Wunsch abgebrochen werden. Somit ist man nach nur kurzer Zeit im Hauptmenü, welches vom Ending Futari begleitet wird. Zwar verzichtete das Label auf aufwändige Animationen im Hauptmenü, doch laufen im oberen Bild verschiedene Szenen aus der Serie ab. Die einzelnen Untermenüs werden direkt nach ihrer Anwahl eingeblendet, so dass man keine Zeit damit verliert. Damit diese etwas aufgelockert werden, verwendete OVA Films abermals verschiedene Szenen aus der Serie, die in einem der Bilder ablaufen. Während jedes der Menüs mit einem bestimmten Musikstück unterlegt wurde, muss die Szenenauswahl mit der deutschen Synchronfassung auskommen.

Punkte: 3/5

Das Hauptmenü


Die Szenenwahl


Das Setup



Verpackung
Da es sich bei Yesterday Once More um einen eher ungewöhnlichen Titel im Portfolio von OVA Films handelt, entschied sich das Label die 4-teilige OVA in einer durchsichtigen Amaray auszuliefern. Wie man es nicht anders kennt, orientierte man sich beim Covermotiv an der japanischen Veröffentlichung. Das Motiv, welches Ayu Wakabayashi, Makoto Karino und Mizuho Kobayakawa zeigt, kam in Japan beim ersten Volume zum Einsatz. Die Rückseite bietet dagegen die üblichen Informationen, bestehend aus Screenshots, den DVD-Daten und einer groben Zusammenfassung der 4-teiligen OVA. Die Rückseite des Inlays ziert ein Artwork aller Charaktere, die am Klassentreffen teilnehmen. Ein Booklet ist leider nicht enthalten.

Punkte: 3/5

Meine Meinung zur DVD
Obwohl es in Yesterday Once More insgesamt vier erotische Szenen zu sehen gibt, eine pro Folge, ist die Serie eher im Bereich Romance einzuordnen. Die Geschichte wird langsam durch ein Ereignis aus der Vergangenheit und den jetzigen Zusammensetzungen der Charaktere aufgebaut. Der Konflikt entsteht erst, als Makoto Tatsuya ihre Liebe gesteht und Ayu, Tatsuyas beste Freundin seit dem Kindergarten, sie dabei erwischt wie sie miteinander schlafen. PinkPineapple ist eigentlich nur durch seine Hentais bekannt, doch gibt es auch einige Serien aus dem Bereich Comedy (z.B. Dragon Pink) oder Romance (z.B. das hier veröffentlichte Yesterday Once More), die zwar zeigen das die Charaktere Sex haben, doch dies visuell in einem anständigen Rahmen bleibt. Yesterday Once More erfindet das Rad nicht neu, ist aber eine nette Serie für Zwischendurch. Wer einem Anime mit kleinen erotischen Abenteuern nicht abgeneigt ist, kann daher ruhigen Gewissens zugreifen. Jeder andere sollte sich vielleicht vorher ein gründliches Bild machen.
Mit Yesterday Once More nahm OVA Films eine Serie ins Programm, die im totalen Gegensatz zum restlichen Programm steht. Am 1. April 2008 entschied sich das Label, nach all den Jahren in denen der Titel im Keller lag, die DVD anzukündigen. Viele vermuteten einen Aprilscherz, doch wie man sehen kann ist die DVD inzwischen im Handel. Sieht man von der sehr schwachen deutschen Synchronisation ab, gab sich das Label mit der deutschen Umsetzung sehr viel Mühe. Trotz allem verdient die DVD dennoch nur 3 von 5 Punkten in der Gesamtwertung. Genre-Fans sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Wir bedanken uns bei OVA Films für die Bereitstellung eines Reviewexemplars.

Screenshots




© 1997-1998 FAIRY TALE / Pink Pineapple




Miki